Öffentliche Erinnerung an Ulrich Rügner

Vor einem Jahr ist Ulrich Rügner gestorben.

Am Sonntag, 6.11., um 18 Uhr wollen wir, Freunde und KollegInnen von Uli, öffentlich an ihn erinnern, u.a. mit Geschichten aus seiner Jugend in Oberrod/Gaildorf und Film- und Ton-Dokumenten aus seiner Frankfurter Zeit.
Wir zeigen seinen legendären Auftritt im EbbelweiExpreß-mit Schillers Bürgschaft, lesen aus Kurt Oesterles Roman Martha und ihre Söhne, in dem ein Kapitel sich auf Ulis Kindheit bezieht usw.

foto-die-versuchungGeboren 1948 in Stuttgart, lernte Uli seit dem siebenten Lebensjahr Klavier, später auch Orgel. Er studierte Evangelische Theologie, Musikwissenschaft und Ethnologie, komponierte Musik zu Spiel- und Dokumentarfilmen und für verschiedene freie Theatergruppen und trat in diesem Zusammenhang auch als Schauspieler auf. Oft auf den freien Bühnen in Frankfurt, z. B. in BUBACK von Wolfgang Spielvogel, in Schillers Fiesko, in Oskar Wildes Bunburry und in Becketts Endspiel. Weiterlesen

Frankfurter Einladung. Eine Metropole und ihre Stadtteile

6 Kapitel Frankfurt – immer sehr speziell, werden am 3. November 2016 ab 19:30 in der Stadtteilbibliothek Rödelheim (Radilostraße 17-19) vorgestellt.

Es lesen Bernhard Bauser, Volkhard Brandes, Monika Carbe, Astrid Keim, Mario Gesiarz, Norbert Saßmannshausen. es-lesen-am-3-11-2016

Eintritt frei. Im Anschluss  sind alle zu Häppchen, Getränken, Gesprächen, eingeladen.

Zum Download die komplette Einladung. Die Anthologie “Frankfurter Einladung” ist zur Buchmesse 2016 im Größenwahn-Verlag Frankfurt erschienen. Herausgeberin und Initiatorin des Projektes ist Susanna Konrad.

 

Denknomaden auf Radio X: Die Sendung vom 27.10.2016

Am 27. Oktober 2016  waren die Denknomaden mit der zehnten Sendung auf RADIO X zu hören. Und hier ist der Mitschnitt (ohne Musik aus rechtlichen Gründen) zu hören.

Wir literarisieren uns in der Sendung mit den neuen Büchern von Walter Gerlach und Jan Kuhlbrodt und öffnen unser Redaktions-Schatzkästlein mit den Plänen. Und die 1000. Gallus-Fenster-Sendung, live aus dem Gallus-Theater, feiern wir mit unserem Gesprächspartner Winni Becker.
Am Mikrofon: Ilja Kamphues und Norbert Saßmannshausen.


 

Bob Dylan, der Poet

Vor 10 Jahren durfte ich mit Michael Rieth eine Geburtstagsfeier für Bob Dylan organisieren. Ich erinnere mich nicht mehr, wie wir zusammengekommen sind und die “anderen” Beteiligten und Angesprochenen (Herbert Stubenrauch, Viola Engelbrecht, Marie-Luise Thiele, Henner Drescher, Christopher Sommerkorn  … etc.) aufgesucht oder “ausgesucht” haben.

Michael Rieth schlug irgendwann den Titel vor, ein Dylan-Zitat: “I´m a poet, and I know it. Hope I don´t blow it”

dylanimmaiMichael Rieth: arbeitete als Tutor, Dramaturg und Darsteller, veröffentlichte Prosa, Lyrik und Feuilletions, schrieb und drehte Features für Funk und Fernsehen; lebt(e) als freier Autor in Frankfurt am Main.

 

Pflasterstrand & Albert Sellner

Pflasterstrand-Redakteur Emil Nichtsnutz alias Albert Sellner (zuletzt: “Rebellen Gottes. Geschichten der Heiligen für alle Tage”), Antiquar und “scharfzüngiger” Kommentator der Weltereignisse ist am 20.9. ab 13:08 in der DENKNOMADEN-Sendung der Studiogast. Live-Stream auf www.radiox.de
Und außerdem:

Dany ist immer quer durch Bockenheim gefahren.

Das Kulturzentrum, “das Häuschen”, befand sich in der Kurfürstenstraße 16, es galt die Nullnummer vorzubereiten, im Sommer 1976. Die Nullnummer des späteren Metropolenmagazins Pflasterstrand. Die Nullnummer schien im Oktober. Im Dezember erschien die Nummer 1. Die Redaktion zog in die Hamburger Allee 45.

nummer 0 ps oktober 1976
Pflasterstrand Null-Nummer Oktober 1976

Anläßlich der Geburt des Pflasterstrands vor 40 Jahren haben wir die ersten 13 Titelbilder auf Leinwand drucken lassen und bieten diese zur Verbesserung und Verschönerung der Lebenskultur zum Verkauf an. Die Drucke haben das Format 20 x 30 cm und wurden auf einen 2 cm hohen Holzrahmen gespannt. Das Format entspricht fast der Original-Heftgröße, lediglich die Null-Nummer und die Nummer 1 musste etwas verkleinert werden. Jeder Druck  kostet 12 Euro. Die Auflage ist zu diesem Preis sehr begrenzt. Wir bitten um Bestellungen per Mail (info@denknomaden.de). Weiterlesen

8. September 2016 ab 20 Uhr im Club Voltaire

ALS FRANKFURT EINMAL DIE HAUPTSTADT DER REVOLTE WAR

sb_info_büroklammer-nr1Ilja Kamphues  und Norbert Saßmannshausen erinnern in Bildern und Texten an die Jahre 1965-1980. Vorgetragen wird eine Hommage an die Zeit, in der der Strand noch unter dem Pflaster lag, die Gründung von Wohngemeinschaften einer Rebellion gleichkam und die Gründung einer Genoss(inn)en-Kneipe eine reale Utopie versprach. Gezeigt werden die Orte, vom Hörsaal VI über das IfS bis ins Volksbildungsheim, an denen Debatten über die umfassende, überfällige und notwendige Umgestaltung der Gesellschaft geführt wurden. Später in der Nacht, im Kolbkeller, im Nutten-Ludwig, im Club Voltaire oder beim Pizza-Peter schienen alle Probleme lösbar. 

Norbert Saßmannshausen arbeitet als Stadtteilhistoriker am Projekt Orte der Revolte. Ilja Kamphues ist Schauspieler (u.a. Stalburg-Theater).

Ort: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 in Frankfurt am Main

club-4

 

Christen abschlachten. Das Ergebnis einer Recherche

berliner journal 1 titelMitte Juni  hatte mir ein FB-Freund eine Meldung mit-“geteilt”: “Lasst uns die ungläubigen Christen abschlachten” – die Meldung machte Karriere in den einschlägigen Portalen und veranlasste mich zu recherchieren, da in den klassischen Online-Medien über den Vorfall in einer Flüchtlingsunterkunft in Seligenstadt nicht berichtet wurde. Kleine Ausnahme: Die Offenbach-Post, bzw. op-online. Das Ergebnis meiner Nachforschung findet sich auf den Webseiten der Denknomaden im untenstehender Link!

seligenstadt im vergleich

Vor 150 Jahren: Frankfurt am Main wird von Preußen okkupiert

Alles, was uns lieb und theuer
was uns heilig hoch und werth
unsre Tempel fraß das Feuer
unsre Freiheit fraß das Schwert
Friedrich Stoltze

Warum spielt der Juli 1866 keine Rolle im öffentlichen Bewußtsein?

In der Folge des „Deutschen Krieges“ marschierten am 16. Juli 1866 preußische Truppen in Frankfurt am Main ein. Die Stadt verliert ihren Status als freie Reichsstadt und als Sitz des Deutschen Bundestages. Der 48er-Traum von der Freien Republik ist ausgeträumt. Bis zur Auflösung Preußens durch die Allierten 1947 bleibt Frankfurt eine preußische Provinzstadt.

frankfurt 1866 plakatDie Veranstaltung am 17. Juli 2016 erinnert an die Vorgeschichte und die Folgen von 1866.

Einleitung:
Anton Stortchilov „Die Besetzung und ihre Auswirkungen“

Referat:
Volker Gallé „Masken der Freiheit – der unterdrückte Impuls der Republik“

Beiträge:

  • Brigitte Holdinghausen: Hintergründe des Selbstmordes von Bürgermeister Victor Fellner
  • Katharina Süs: Friedrich Stoltze und die preußische Okkupation

Moderation: Harry Bauer

Soiree mit Weinen aus der Region

17. Juli 2016 – 17:00
Festsaal des Studierendenhauses (1. Stock) – Universität Campus Bockenheim, Mertonstr. 26-28

Veranstalter: Tommy Kimmig, Harry Bauer (ex undogmatische linke)
Unterstützt vom AStA der Universität Frankfurt, dem Kfz-Referat an der Uni Frankfurt und den DenkNomaden

Manfred Roth in der Galerie Eulengasse. Vernissage am 28.3.2016

“Ausgehend von einem der banalsten Wegwerf-Gegenstände, nämlich von Aluminiumdeckeln, wie sie täglich nicht nur von Joghurt- und Buttermilchbechern abgezogen werden, präsentiert Manfred Roth Einblicke in seine in den letzten 25 Jahren zusammengetragene Sammlung von zur Zeit etwa 14.000 verschiedenen Exemplaren.”

Die Ausstellung, die wir am 25. März besuchten, geht am Ostermontag zu Ende. Schade – und wer die Zeit am Montag, dem letzten Tag für einen Besuch der Ausstellung nutzt, wird überrascht und belohnt. Manfred Roth beantwortet nicht nur die Frage “Wie viele Sorten Erdbeerjoghurt braucht der Mensch?” mit eindringlichen vorläufigen Antworten, er gibt uns, den Besuchern,  die Möglichkeit zwischen Joghurt-Deckel und dem -Becher zu denken und zu fühlen.das modell 1

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AZRAQ: Vernissage ab 19 Uhr am 18.03.2016

Ja, die Ausstellung ist erst geöffnet ab 20. März, aber der Spaziergang durch das sonnenhungrige Frankfurt am Main, die geöffnete Tür in der Taunusstraße 19 führte zwangsläufig die Stufen hinauf und zur Erlaubnis einiger Vorab-Fotos. Zumal die Ausstellung direkt gegenüber der beinahe DenkNomaden-Heimstätte “Pizza Italia”, direkt neben dem Verlag der Autoren und nur kurze Zeit läuft. Am 19. März gibt es dort die “Tagung” Gedanken ZUFLUCHT. Von Fluchtursachen über Europas Grenzen bis zu uns. Podium + Talk. Ab 12:00 am Samstag … Bis dann …

 

Schon vorbei: Die Sendung auf Radio X am 24. Februar 2016

radio x mit Norbert SaßmannshausenJa, die zweite Sendung der DenkNomaden auf Radio X ist war am 24. Februar 2016 ab 13 Uhr zu hören und ist damit auch schon vorbei. Die Beiträge der Sendung am 24.02. : DADA kommt in die Jahre (II), mit dem besonderen Schwerpunkt Emmy Hennings. Und: Revolte und Rebellion in der Pop-Musik. Und: Was vom Freistaat Bockenheim geblieben ist. Wir bereiten eine nachzuhörende Version vor. Demnächst hier!

radio xDie nächsten Sendetermine: 30. März (13:00) und 27. April 2016. Also, man hört sich.

Das Team am Mikrofon: Ilja Kamphues und Norbert Saßmannshausen.

Die erste Sendung war am 27. Januar zu hören. Wir arbeiten an einer Zusammenstellung für die, die die Sendung versäumten.

 

Freistaat Bockenheim

Wer sich Bockenheim nähert, kann das eigentlich nur auf eine Weise:

Egal ob er vom Bahnhof oder der Hauptwache kommt, er muß über die Bockenheimer Warte, die schon im Mittelalter die tapferen Einwohner vor den wiederholten Überfällen der Frankfurter schützte, und zwar so erfolgreich, daß Bockenheim im Unterschied zur eigentlichen Metropole bis heute im Wesentlichen kulturell erhalten blieb. Der nachhaltige Erfolg dieser Verfremdungsabwehr zeigt sich schon darin, daß ganz Bockenheim keine einzige Äppelwoikneipe aufweist.

Ein Zitat aus unserem Bockenheim-Beitrag von Thomas Blanke (siehe rechts in der Menüleiste). Ein von uns entdecktes literarisches Dokument, 1990 gedruckt und heute erneut absolut lesenswert. Damit wir wissen, was Bockenheim war und ist. Ein Text, der prophetisch präzise und historisch genau ist. So schreibt Thomas Blanke über die Uni in Bockenheim (und da hatte noch niemand an einen Westend-Campus oder einen sogenannten Cultur-Campus-Bockenheim (CCB) gedacht):

Die Uni machte sich so gesichtslos, fast unsichtbar, als sei Geist etwas, was man hat, aber nicht zeigt. Das wenige was sich hätte zum Vorzeigen eignen können, die Fassade des Hauptgebäudes etwa, wurde während meines Studiums in den sechziger Jahren konsequent zugebaut. Eine Stadt, die so mit ihrer Uni umgeht, bringt natürlich auch das nicht hervor, was heute überall drangeklebt wird: die zugehörige Kultur. Studenten, gar Studentenviertel, sucht man in Frankfurt vergebens. Bockenheim jedenfalls hat sich stets geweigert, diese Rolle zu übernehmen und seine eigene Geschichte zugunsten der eines Frankfurter Studentendorfes einzutauschen. Nicht, daß es dazu zu geistlos gewesen wäre, eher im Gegenteil. Aber wenn die Frankfurter schon nicht wissen, ob sie eine Uni haben, werden sich die Bockenheimer doch nicht einfallen lassen, darauf die Antwort zu geben …

Der AfE-Turm

Buchvorstellung und Diskussion in der Karl-Marx-Buchhandlung am 4. Februar 2016 – 20 Uhr. [Jordanstr. 11]

bockenheim mit afe turmDer AfE-Turm zwischen Kitsch und Kritik

“Die groteske Gefühlsmischung aus Trauer, Wehmut, Freude, Jubel und Genugtuung mit welcher der AfE-Turm am 02. Februar 2014 gesprengt wurde wird vielen, die an diesem Morgen ihren Weg zum Campus Bockenheim gefunden haben noch lang im Gedächtnis bleiben. In gewisser Weise stand die Sprengung sinnbildlich dafür, was der AfE-Turm war – ein umkämpfter und ambivalenter Ort auf der Grenze zwischen Bockenheim und Westend. An Verklärungen, Zuschreibungen und Narrativen rund um den Turm hat es nicht gemangelt: die …”

Link zur Ankündigung der Karl-Marx-Buchhandlung.

Am 21. Januar 1963 ist Franz Jung gestorben

I´m taking to my fiddle

an play for you the blues

roll over Beethoven. roll over

und tell Tschaikowsky the news.

Rock´n Roll Text

Franz Jung hat dem III. Teil seiner Autobiographie “Der Weg nach unten” den Titel DIE GRAUEN JAHRE gegeben. Und dem Teil die obigen Zeilen roll over Beethoven vorangestellt. Als 1977 bei 2001 FRANZ JUNG. SCHRIFTEN UND BRIEFE IN ZWEI BÄNDEN, von Uwe Nettelbeck herausgegeben, erschienen, da muß ich schon aufmerksam dafür gewesen sein. Nur durch Jürgen Serke? Die beiden Bände für 30 Mark habe ich mehrfach gekauft – u.a. für Freunde in Leipzig. Ein ungeöffnetes Päckchen habe ich noch immer. Diese Nettelbeck-Ausgabe hatte kein Namens- und Stichwortverzeichnis, das habe ich mir dann selber erstellt. Dadurch war die Intensität der Jung-Lektüre auch praktisch vermittelt.

Den Besuch bei Claire Jung in Ostberlin erinnere ich noch gut. Der Leipziger Freund Andreas Montag und ich besuchten Claire Jung, sahen sie in ihrem Sessel, mit einem Nutella-Glas auf dem Tisch. Ihre Stimme war nicht mehr da – und wir waren einfach nur fasziniert mit ihr die Sonnenstrahlen in ihrem Zimmer zu erleben. 3 Fotos habe ich damals gemacht. Andreas hat im letzten Jahr der DDR im Mitteldeutschen Verlag die Eroberung der Maschinen herausgegeben, d. h. seine Tätigkeit als Herausgeber war bereits Mitte 1988 abgeschlossen, aber die DDR mußte offensichtlich noch mehr untergehen, bevor der Verlag Franz Jung verlegte. Ja, ich weiß: 1980 war schon bei Reclam von Fritz Mierau der Band “Der tolle Nikolaus” erschienen. Aber im Vergleich zur Nettelbeck-Ausgabe und dem großartigen Werkprojekt von Lutz Schulenburg war die DDR-Kulturpolitik, wie so oft, schmählich.

web franz jung
www.franz-jung.de

Als vor einigen Jahren ein hessischer Politiker, der auch eine zeitlang bundesdeutscher Verteidigungsminister war, eine gewisse Bekanntheit hatte, da habe ich den Domain-Namen Franz-Jung.de reserviert, um zu verhindern, dass ebendieser Mensch eine solche Webadresse erhält. Seitdem gibt es diese Domain. Sie versteht sich als Verbeugung vor Franz Jung (Die grauen Jahre) und dem von Fritz Mierau geschriebenen Buch Das Verschwinden des Franz Jung.

claire jung in o-berlin
Claire Jung in ihrer Wohnung in Ostberlin.
franz jung in der nettelbeck-ausgabe
Die Zweitausendeins-Ausgabe der Schriften und Briefe von Franz Jung. Ungeöffnet.

Zu Besuch bei Bazon Brock in der DENKEREI

Am 19. August 2014 fand (m)ein Gespräch mit Bazon Brock in der Denkerei in Berlin statt. Könnte es eine Denkerei in Frankfurt geben? Wenn nein, wie könnte ein Projekt aussehen und entstehen, dass den Vorstellungen der DENKNOMADEN entspricht und ähnliches wie die DENKEREI bietet? Wer sind die Partner für ein solches Projekt? Viele Fragen, Anregungen – und- Bazon Brock

Was wollen die DENKNOMADEN?

Die DENKNOMADEN verwirklichen Orte der Offenheit des Denkens und der kulturellen Praxis in Frankfurt. Treffpunkte für Menschen, deren kulturelle Interessen vielfältig sind, die Widersprüche als Chance sehen, um zu neuen Erfahrungen zu kommen und die den intellektuellen Streit nicht scheuen, um zu ungewohnten Überlegungen zu kommen.

Die Produktion dieser Nähe zwischen Gästen und Künstlern, zwischen Zuhörern und Experten stellt für die DENKNOMADEN eine zentrale Herausforderung dar. Bei Vorträgen, Debatten, Ausstellungen und Konzerten sind für die DENKNOMADEN gespannte Aufmerksamkeit und das Erlebnis der Geselligkeit gleichberechtigt.

Wir streben eine sich immer neu bewährende und erprobende Gemeinschaft an, die der geistigen Beweglichkeit entspricht, die wir für erforderlich halten: Für Perspektivenwechsel in der Gesellschaft, für Sorgfalt im Zuhören und Argumentieren.

Seit Januar 2016 bestreiten die DENKNOMADEN eine monatliche Radiosendung auf Radio X, dem werbefreien Stadtsender in Frankfurt.

DENKNOMADEN im Radio

Einmal im Monat stellen die Denknomaden in der Sendung auf Radio X Entdeckungen aus dem kulturellen Leben vor. Das können Bücher sein, Ausstellungen, Theaterstücke, Veranstaltungen … aber auch besondere Orte und Menschen, die interessantes Insiderwissen spendieren.

Aktuelle Anlässe und zu Erinnerndes sind uns gleichermaßen wichtig. Kultur mögen wir besonders, wenn sie etwas schräg, unangepasst und unerschrocken ist. Die Unterscheidung zwischen Hochkultur und Unterhaltung lassen wir hinter uns. Die Freiheit der Rede und der Lebensentwürfe hingegen ist uns zentral wichtig: So streifen wir auch immer wieder aktuelle Phänomene finsterer Gegenaufklärung, manchmal etwas ratlos, stets im Widerspruch.

Vieles was wir entdecken, entdecken wir in Frankfurt, der vermutlich tolerantesten und weltoffensten Stadt der Republik. Gelobt sei die weitgehend entspannte Multikulturalität hier und seien alldiejenigen, die sich dafür einsetzen, dass sie erhalten bleibt. Aber so wenig Frankfurt für einen provinziellen Nationalismus steht, sowenig macht unser nomadisierendes Denken vor geographischen Grenzen halt.

Die beiden Moderatoren der Denknomaden greifen Themen auf und debattieren frei, sie assoziieren, fragen nach. Selbstironie ist ihnen nicht fremd, Gäste sind ihnen willkommen. Abgerundet wird jede Sendung durch aktuelle Veranstaltungshinweise und eine feine Musikauswahl.

Hörbeispiele oder Literaturauszüge einzuspielen ist im Radio gang & gäbe. Bei den Denknomaden wird jedoch nach Möglichkeit live vorgelesen. Der Schauspieler Ilja Kamphues sorgt für ein unmittelbares Hörerlebnis,  erfüllt den Text mit Leben.

Die Redaktion der Denknomaden besteht aus:
Bärbel Bimschas, Reise-Bloggerin, Geschäftsführerin einer Bildungsstätte im Taunus, eigensinnige Nomadin und engagierte book-crosserin. Ilja Kamphues, Schauspieler (u.a. Wer kocht, schießt nicht, an die 600mal im Stalburg Theater), Sprecher, Autor kabarettistischer Texte und Zauberer.
Norbert Saßmannshausen, freier Kulturorganisator, Stadtteilhistoriker in Bockenheim (Orte der Revolte) und Sammler der Geschichte und Geschichten von unten.

DENKNOMADEN on tour

Wir organisierten im Frühjahr und September 2016 zwei Veranstaltungen unter dem Titel ALS FRANKFURT EINMAL DIE HAUPTSTADT DER REVOLTE WAR. Dabei stellten wir einmal im Bockenheimer “Hesseneck”  den 50 Gästen die Orte der Revolte der Jahre 1965-1980 vor, mit Fotos, Berichten und Erzählungen. Am 8. September 2015 haben wir die Veranstaltung, abgewandelt, im Club Voltaire vor knapp 60 Gästen gestalten dürfen. Weitere Veranstaltungen sind in Planung.