Als Frankfurt noch ein Moloch war

Brigitte Bee: Von Querköpfen und Taugenichtsen. Geschichten aus dem Frankfurt der 80er-Jahre. Eine Rezension von Susanne Konrad

Liest man die literarischen Skizzen von Brigitte Bee, taucht das Bild eines düsteren, teils verruchten Frankfurts aus der Versenkung auf, eines Frankfurts, das wir einerseits gern losgeworden sein wollen, das wir aber andererseits vermissen. Wenn wir Brigitte Bees Miniaturen auf uns wirken lassen, kriegt das Vermissen die Oberhand. Denn sie offenbaren eine Echtheit durchlittenen Lebens, von dem in der späteren, gepflegten Hochglanzmetropole nicht mehr viel übrig ist.

Die Autorin lässt Männer zu Wort kommen, eher schrullige Typen, die irgendwie an den Rand der Gesellschaft katapultiert worden sind. Da ist der klassische Alkoholiker, der aus seiner Wohnung raus muss, genauso wie der sehnsuchtsvolle, aber übergewichtige Stalker in der Oper oder der Putzmann im Bordell, der vom Zuhälter Schläge einstecken muss. Oft ist die Rede vom Tod, vom eigenen oder von dem der anderen. In einer unprätentiösen, aber dichten Sprache werden Stimmungsbilder erschaffen, hinter denen oftmals existenzielle Sorgen stecken.

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Endlich als Buch erhältlich:

Die Häuserchronik von Alt-Bockenheim

HÄUSERCHRONIK
von
ALT-BOCKENHEIM
Aus Gemeinde- Polizei- und Kirchenakten
zusammengestellt von
Heinrich Ludwig
Konrektor i.R. 1941


512 Seiten im Großformat A4. Auf 248 Seiten das Manuskript der Häuserchronik von Heinrich Ludwig mit 105 Fotos, 8 gezeichnete Karten, 12 Pläne,  Zeichnungen und 16 Abbildungen (Kupferstiche, Aquarelle u.ä.). Dem handschriftlichen Manuskript wird die Transkription von Hermann Ludwig auf 248 Seiten vorangestellt und damit wird die Häuserchronik zum unentbehrlichen Nachschlagewerk für Alt-Bockenheim, seiner Häuser und Hauseigentümer, Familien und Bewohner.

14. Nov. 2019 – 19 Uhr
Buchvorstellung & Vortrag über Heinrich Ludwig

Das Buch ist ab 12. November 2019 in den Bockenheimer Buchhandlungen (Libretto, Karl-Marx), im Hessenshop, im Stadtteilbüro und direkt beim Institut für Selbstorganisation e.V. (info@institut-iso.de) für  € 49 erhältlich.

Das Buch wird vorgestellt am 14. November 2019 – 19 Uhr im Cafe Zebulon, Grempstr. 23 in Frankfurt-Bockenheim, verbunden mit einem Vortrag von Hermann Ludwig über das Leben und Werk des Bockenheim-Chronisten Heinrich Ludwig. Eine Veranstaltung der Vereine Institut für Selbstorganisation und Freunde Bockenheims . Eintritt frei.
Um Anmeldung wird gebeten.

15.3.2019 [18:00] – Vernissage der Ausstellung SANIERUNG BOCKENHEIM

Die Hängung der Ausstellungstafeln

Im Stadtteilbüro Bockenheim (Leipziger Straße 91)eröffnet am 15. März 2019 (18:00 Uhr) die Ausstellung Sanierung Bockenheim 1978-1995. Die umfangreiche Auswahl der Ausstellungstafeln zeigt die massive Veränderung Bockenheims in den Sanierungsjahren. Die Ausstellung wird bis Mitte April zu sehen sein, zu den Öffnungszeiten des Stadtteilbüros: 15-19 Uhr von Montag-Freitag.

 „Eine fantastische Ausstellung über die Sanierung Bockenheims. …Wer das sieht, geht mit tieferem Blick durch den Stadtteil. Tolle Bilder, tolles Archivmaterial …”  Schrieb Fabian Steinhauer über die im September 2018 im Studierendenhaus gezeigte Ausstellung SANIERUNG BOCKENHEIM 1978-1995.

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Eine kontroverse Bestandsaufnahme, aufgezeichnet in der Wüste Negev, Israel von Tanjana Tsouvelis

Es lesen:
Tanjana Tsouvelis, Ilja Kamphues, Anastasios Kalfas
Künstlerische Einrichtung und Videos: Tanjana Tsouvelis
Samstag, 16.03.2019 um 20:00 Uhr
und Samstag 23.03.2019 um 20:00 Uhr im FAT Frankfurter Autoren Theater in der Brotfabrik in Frankfurt-Hausen

Mit dem OB unterwegs auf den Spuren der Revolte

Am 12. April 2018 fand eine Medientour statt – und als Revolte-Historiker durfte ich dabei sein. Rund ein Dutzend Pressevertreter waren dabei. Gestartet wurde auf dem Römerberg, dem Ort, wohin viele Demonstrationszüge führten, insbesondere im Jahr 1968 und dem Jahrzehnt danach. Dann ein Innehalten vor der Paulskirche, wo am 22. September 1968 Dany Cohn-Bendit eine Absperrung überwand, um gegen die Verleihung des Friedenspreises zu protestieren. Die Tour am Donnerstag steuerte als nächsten Ort das Institut für Sozialforschung an, es folgte der Uni-Campus, das Studentenhaus und schließlich fuhren wir, auf der klassischen Demonstrationsroute über die Bockenheimer Landstraße zum Opernplatz. Dort verabschiedete sich OB Peter Feldmann mit einem Blick auf das Operncafe, wo im Herbst 1968 der erste linke Buchladen Frankfurts eröffnete, das libresso. Anschließend gingen wir “Übriggebliebenen” noch in den Club Voltaire, dem 1962 gegründeten Kult-Ort linker Kultur und Debatten.

Berichte über die Tour:
www.frankfurt.de und FR
Die Orte der Revolte. Eine 68er-Tour mit OB Peter Feldmann

18. März: Fernsehgeschichte mit dem und im HESSENECK: Lauter nette Nachbarn

17Nach fast 30 Jahren endlich wieder zu sehen: Die TV-Serie Lauter nette Nachbarn mit dem Serienstar HESSENECK.

Am 18. März die Folgen 11 und 12. Beginn : 19:30 Uhr im HESSENECK !

Niemand kann sagen, wann er es eine Wiederholung oder eine Fortsetzung gibt. Also heißt es: Auf ins Hesseneck und sich gut unterhalten!
Mit dem Autor und Regisseur Rolf Silber. Wir feiern!

Einige Jahre sind vergangen, seit in ganz Europa das Hesseneck als Fernseh-Kneipe zu bewundern war, u.a. mit den Darstellern Diether Krebs und Gerd Knebel. Damals schrieb Rolf Silber ein Drehbuch für eine Comedy-Serie, damals ein im deutschen Fernsehen noch nicht eingeführtes Format. Er führte auch Regie bei der Serie, die in 12 Folgen á 25 Minuten ausgestrahlt wurde. Es wurde mit internationaler Besetzung gedreht und in verschiedenen europäischen Ländern ausgestrahlt. Für die Serie wurden zwei Gebäude aus Bockenheim, nämlich das Hesseneck und die Pizzeria Palermo, hinter der Uni-Bibliothek als Kulissen aufgebaut. So wie unsere Gegenwart nur wenig mit unserer Vergangenheit zu tun hat, so wenig hatte das in der Serie nachempfundene Hesseneck etwas mit dem damaligen Hesseneck zu tun. Oder etwa doch?

Eine Familienserie aus Bockenheim für die Welt.
Zuerst gesendet 1990.

Lauter nette Nachbarn. Exklusiv wiederaufgeführt nach fast 30 Jahren Sendepause im HESSENECK (Hessenplatz/Basaltstraße)

Eine Veranstaltungsreihe von HESSENECK und DenkNomaden – unterstützt von Institut für Selbstorganisation e.V.

Wir bedanken uns für die Unterstützung durch den Hessischen Rundfunk und Rolf Silber.

19.12.2017 – Denknomaden im Radio

Good bye, Johnny!

Stadtführungen & Unerledigtes, Tote und Untote,  Verlorenes und fast Vergessenes, Zeilen von Dany, Gedichte von Ralph-Rainer Rygulla und Songs, in französisch und auf österreichisch und  … wie schön: Einmal muss es vorbei sein. Diesmal trifft dieser hoffnungsvolle Satz auf das Jahr 2017 und unsere Sendung auf Radio X um 14:00 Uhr zu. Am Mikrofon: Ilja Kamphues und Norbert Saßmannshausen.

Welttag

Heute ist, sagt Jan Kuhlbrodt, Welttag der Philosophie: “An allem ist zu zweifeln.” – Trotz telefonischer Ankündigung durch Rembert Baumann persönlich: Noch warte ich auf die neueste Ausgabe des ZWEIFEL. Es wird Zeit.

Identität

„In bezug auf das kulturindustrielle Markenzeichen Identität verweise ich auf den Aufsatz von Lothar Baier, der unter dem Titel „Unlust an der Identität“ in dem Sammelband GLEICHHEITSZEICHEN bei Wagenbach 1985 erschienen ist:“

Til Schulz, Manuskript im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main. Er starb am 2. Januar 2013 im Alter von 68 Jahren.

Peter Eisenhardt

Peter Eisenhardt ist am 15. Oktober 2017 gestorben. Ich lernte ihn in der Denkbar kennen, oder etwas später, im Denkbar-Umfeld. Damals war sein Buch „“Der Webstuhl der Zeit“ gerade erschienen, also muss es 2005 oder 2006 gewesen sein. „Geboren in Frankfurt am Main; Studium der Philosophie (Promotion) und der Geschichte der Naturwissenschaften (Habilitation); Philosoph am Fachbereich Physik der Goethe-Universität; Leiter des Instituts PhilosophieArena Rhein Main. Er befasste sich mit Naturphilosophie, Metaphysik, Geschichte der Naturwissenschaften.“ (Faust-Kultur).

Er gehörte auch als Aktiver zur neuen Denkbar in der Spohrstraße. Er bleibt mir in Erinnerung als aufmerksamer, nachdenklicher und kluger Gesprächspartner. Er arbeitete an einem neuen Buch, war für Veranstaltungen eingeplant, seine Webseite sollte nach langem Vorlauf endlich von mir erstellt werden.

Im November 2013 organisierte er für die Denkbar eine Buchvorstellung mit Friedhelm Hengsbach „Die Zeit gehört uns“. Ihm gehörte sie nicht mehr. [Norbert Saßmannshausen]

Peter Eisenhardt mit Friedhelm Hengsbach in der Denkbar am 13. November 2013

Link: Peter Eisenhardt auf Faustkultur

Als das Hesseneck einmal ein TV-Star war

LAUTER NETTE NACHBARN. Eine Familienserie aus Bockenheim für die Welt.
Zuerst gesendet 1990. Nach 27 Jahren Sendepause läuft die Serie endlich wieder – diesmal exklusiv im HESSENECK (Hessenplatz/Basaltstraße). Nach einem wunderbaren Start am 12. März 2017 und den schönen Fortsetzungen mit dem wunderbaren Autor und Regisseur Rolf Silber und dem wunderbaren begeistertem Publikum wird die Serie ab Februar 2018 fortgesetzt.  WAS BISHER GESCHAH, damit beginnen wir (so der Plan) am 18. Februar 2018, und stellen die Story der ersten 8 Folgen zusammen für die, die bisher nicht dabei waren oder sich besser mit Bild und Ton erinnern wollen. Die Folgen 9 + 10 folgen 2 Wochen (4.3.2018) später und dann der Schluß mit den Folgen 11 + 12. (18. März 2018).

Eine Veranstaltungsreihe von HESSENECK und DenkNomaden. Weiterlesen →

Der Rest vom Frankfurter Goetheturm

Ein verkohltes Holzstück vom Goetheturm

Der Goetheturm ist zunächst Vergangenheit. Am 14. Oktober 2017 haben wir diese Reste, die Ruine aufgesucht. Und zwei verkohlte Stücke des Turms eingesammelt. Sie sollten in unserer Radiosendung am 17. Oktober eigentlich öffentlich gezeigt werden, zum ersten Mal. Dazu kam es leider nicht mehr, auch wenn unser Studiogast “den Rest vom Goetheturm” vorab ansehen konnte. Die museale Aufbereitung hat jetzt begonnen, zunächst wird das Stück unter einer Glasglocke untergebracht, dann die geeignete wissenschaftliche Aufbewahrungsmethode recherchiert. Die nächste öffentliche Besichtigung ist für Ende Oktober in der Bockenheimer “Zettelwirtschaft” geplant, die auch eine Spendendose für die Opfer des Goetheturms aufstellen will.  Genaueres demnächst. Wir danken dem Archiv Saßmannshausen für die Leihgabe (Archivbereich “Sammlung Säkulare Reliquien”). Weiterlesen →

6. Juni 2017 im KOZ: Frankfurt nach der Erschießung von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967

Wandzeitung am 4. Juni 1967 auf dem Frankfurter Uni-Gelände. Foto: (c) M. Tripp

Am 2. Juni 1967 wird Benno Ohnesorg in Berlin von dem Westberliner Polizisten Kurras erschossen. Benno Ohnesorg war Student und demonstrierte am 2. Juni gegen den Schah von Persien. Sein Tod markiert einen radikalen Einschnitt in die Studentenbewegung der 60er Jahre, es entsteht eine außerparlamentarische Protestbewegung.

Wie veränderte die Erschiessung von Benno Ohnesorg die Situation der studentischen Gruppen in anderen Städten, speziell in Frankfurt? Wie änderte sich das „Bewusstsein“ der kritischen Studenten im Jahr 1967 und führte schließlich zu dem berühmten „68“? Weiterlesen →

Viva Portugal!

Der Süden. Seit 1974 bin ich hier. Müßte ich hier sein, wäre ich mitgefahren in einem der Autos, die zu den Landarbeitern des Alentejo gefahren sind. Unserem europäischen Kuba, vor der Haustür. 1975 habe ich für die Portugal-Kampagne des SB das große Plakat zum Film Viva Portugal bei einem Grafiker in Frankfurt-Sachsenhausen, in einer Straße hinter der AEG (die es damals noch gab) abgeholt. Der Film hatte uns zum Heulen gebracht, aber ich war in die Vorbereitung des Pfingstkongress eingebunden, da fiel eine Fahrt nach Portugal irgendwie flach. Mein großes Original Filmplakat ist bei einem Wohnungswechsel in einem Keller geblieben.

Damals flog ja niemand, es dauerte Tage mit dem Auto durch Frankreich und durch Spanien … Und die Aktiven der Portugalinitiativen? Und sowieso, was wurde aus all den Offizieren, die damals …? In diesem Jahr also der Flug zur Schreibklausur nach Faro und weiter mit dem Mietwagen nach Lagos. Soweit wir uns das Datum des Hinflugs aussuchen konnten kam nur der 25. April in Frage. Das passte – für ein Buch über die Revolte-Jahre in Frankfurt. Weiterlesen →

23. April 20:00. Als das HESSENECK einmal TV-Star war. Neue Folgen der Serie aus Bockenheim

Das HESSENECK in der TV-Serie.

LAUTER NETTE NACHBARN. Eine Familienserie aus Bockenheim für die Welt.
Zuerst gesendet 1990. Nach 27 Jahren Sendepause läuft die Serie jetzt endlich wieder exklusiv im HESSENECK (Hessenplatz/Basaltstraße). Nach einem wunderbaren Start am 12. März und der schönen Fortsetzung am 26. März mit dem wunderbaren Autor und Regisseur Rolf Silber und dem wunderbaren begeistertem Publikum sind die Folgen 7 + 8 am 23. April zu sehen. Und im Herbst geht es weiter! Die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Eine Veranstaltungsreihe von HESSENECK und DenkNomaden.

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Besuch bei Eberhard Fiebig

Eberhard Fiebig erklärt uns was es nicht gibt: Kunst


2. April 2017: Ein 4,5 Stunden Gespräch bei/mit Eberhard Fiebig in Kassel, in seiner “Räuberhöhle”, wie er mir am Telefon einige Tage vorher sein Atelier beschrieb. Jamal Tuschick hatte ich gefragt, ob er an dem Gespräch teilnehmen wolle – wir trafen uns etwas vorher und standen dann schließlich vor dem Eingang eines Neubaus, vorbei an einer Art Garageneinfahrt, dem Tor zu  art engineering. An dieses Werkstatttor holte uns Fiebig aber zurück, denn es war der Eingang,  Eintitt in einen Raum mit Holzsäge, Sägespänen, Metallbearbeitungsgeräten. Schließlich ein großer, langer Raum mit Bücherregalen, Entwürfen von Fiebigs Arbeiten,  3D-Drucker, PC-Arbeitsplätzen, Schreibtischen und einem großen Tisch in der Mitte, an den wir uns setzten. Übergangslos begann ein Seminar über Fiebigs Werkverständnis, über Kunsthandel, über die Zusammenarbeit mit Siemens, über das Handwerkliche, über Freiheit und Hegel, Adorno und Wolfram von Zastrow, über Anfänge und Pläne, realisierte und projektierte Werke.Wenn das Aufnahmegerät mitgearbeitet hat, dann kann das auch genau aufgearbeitet werden. Weiterlesen →

Zweitausendeins-Laden schließt

Nach dem Verlust der suhrkamp-cultur verschwindet jetzt auch die Zweitausendeins-Kultur. Während der Zweitausendeins-Versand schon vor einigen Jahren nach Leipzig entwich schloss am 22. März 2017 auch das Frankfurter Ladengeschäft. Wir haben uns heute die leeren Regale angesehen und zwei Rechnungen geben lassen für die um 50 % reduzierten Reste: Ein Buch und eine CD. Schallplatte, Buch und CD von Zweitausendeins waren einmal der Grundbestand vieler privater Buchsammlungen, der Laden gehörte für Frankfurter einfach dazu. Noch stehen einige “unausgepackte” Buchpakete bei mir, eine von Uwe Nettelbeck herausgegebene 2-bändige Franz-Jung-Ausgabe, die Bob-Dylan Lyrics-Ausgaben (übersetzt von Gisbert Haefs) u.a. -.

Robert Egelhofer am letzten Tag im Frankfurter Zweitausendeins-Laden.

Für die  Denknomaden-Sendung auf Radio X (29.3. – 13:08) habe ich ein kurzes Gespräch mit Robert Egelhofer, dem Inhaber des Ladens, geführt.

 

Kommunismus

“Die  FES Konferenz zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution ist ausgebucht, erfahre ich gerade.” So lese ich in einer Mail der Freunde von Platypus.

Die Konferenz zur  Ausstellungspremiere “Internationale Konferenz zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution. Blinde Flecken in der Geschichtsbetrachtung ? Kommunismus im 20. Jahrhundert“. FES 23. bis 25.02.2017 in Berlin. Gerd Koenen ist  Kurator der Ausstellung.

 Die Veranstaltung mit Gerd Koenen in der Fabrik in Frankfurt-Sachsenhausen erinnerte mich an eine zum Thema gehörende Geschichte: Vor fast 20 Jahren, als das Internet noch in den Anfängen steckte und es auch noch echt Geld kostete, damals saß ich mit einem Freund aus Mörfelden zusammen und wir sahen uns Domain-Namen an, die für eine nicht verwirklichte Geschäftsidee spannend sein könnten. Dabei stießen wir auf die drei freien Domain-Namen: anarchismus.de, sozialismus.de und kommunismus.de . Wir fragten uns: Welche sollen wir uns reservieren lassen und entschieden uns für kommunismus.de. Die Gründe: Anarchismus sagte uns zu wenig, Sozialismus war viel zu wischi-waschi, nur Kommunismus, das hatte, trotz des Untergangs der (meisten) Kommunistischen Staaten weiterhin etwas Rauhes, Unerledigtes. Auf der Domain hinterlegten wir dann die Seiten eines Kommunismus-Magazins, das aber nur einige Jahre aktiv war und das jetzt auf www.leerworte.de  museal zum 100. Jahrestag der Russischen Revolution zu besichtigen ist.

Bockenheim ist überall

Die Frankfurter Rundschau stellte Susanne Konrad und das von ihr herausgegebene Buch “Frankfurter Einladung” vor.

„Es gibt riesige Unterschiede – ob man sich im Bahnhofsviertel oder in Harheim bewegt“, sagt Konrad, die 1995 über Goethes Wahlverwandtschaften promovierte. Und welche Stadtteil-Geschichte hat sie am meisten fasziniert? „Was mich sehr bewegt hat, ist Bockenheim.“ Im Kapitel thematisiert Norbert Saßmannshausen die 68er-Generation und die Folgen für Bockenheim.”

Ich bin gerührt. Danke!

Zum vollständigen Artikel: http://www.fr-online.de/frankfurt/frankfurt-dornbusch-43-verschiedene-identitaeten,1472798,34957436.html?dmcid=sm_fb

Das Buch “Frankfurter Einladung” ist, herausgegeben von Susanne Konrad, im Herbst 2016 im Größenwahn-Verlag erschienen.

30.11. – 13:08 Uhr: Letzte Sendung der DENKNOMADEN in diesem Jahr

Am 30. November 2016 (Mittwoch) sind die Denknomaden mit der elften Sendung auf RADIO X zu hören. Ab 13:08 Uhr. Redaktion und am Mikrofon: Ilja Kamphues und Norbert Saßmannshausen.
In der Novembersendung wird es um den (fehlenden ?! erwarteten, notwendigen ?!) Aufschwung in der Kulturpolitik unserer Stadt Frankfurt am Main gehen. Mal sehen,was wir hören werden. Und mal sehen, wer unser Studiogast sein wird. Und natürlich spielen wir schöne Musik. Und lesen eine Polemik von Jürgen Roth. Und sowieso.
Einer von den Helden (Facebook-Post von Martin Wimmer, Abb. unten)  ist in unserer Sendung; Reiner Diederich. Dank an Martin Wimmer für den Tipp. martin-wimmer-auf-facebook

Öffentliche Erinnerung an Ulrich Rügner

Vor einem Jahr ist Ulrich Rügner gestorben.

Am Sonntag, 6.11., um 18 Uhr wollen wir, Freunde und KollegInnen von Uli, öffentlich an ihn erinnern, u.a. mit Geschichten aus seiner Jugend in Oberrod/Gaildorf und Film- und Ton-Dokumenten aus seiner Frankfurter Zeit.
Wir zeigen seinen legendären Auftritt im Ebbelwei–Expreß-mit Schillers Bürgschaft, lesen aus Kurt Oesterles Roman Martha und ihre Söhne, in dem ein Kapitel sich auf Ulis Kindheit bezieht usw.

foto-die-versuchungGeboren 1948 in Stuttgart, lernte Uli seit dem siebenten Lebensjahr Klavier, später auch Orgel. Er studierte Evangelische Theologie, Musikwissenschaft und Ethnologie, komponierte Musik zu Spiel- und Dokumentarfilmen und für verschiedene freie Theatergruppen und trat in diesem Zusammenhang auch als Schauspieler auf. Oft auf den freien Bühnen in Frankfurt, z. B. in BUBACK von Wolfgang Spielvogel, in Schillers Fiesko, in Oskar Wildes Bunburry und in Becketts Endspiel. Weiterlesen →

Frankfurter Einladung. Eine Metropole und ihre Stadtteile

6 Kapitel Frankfurt – immer sehr speziell, werden am 3. November 2016 ab 19:30 in der Stadtteilbibliothek Rödelheim (Radilostraße 17-19) vorgestellt.

Es lesen Bernhard Bauser, Volkhard Brandes, Monika Carbe, Astrid Keim, Mario Gesiarz, Norbert Saßmannshausen. es-lesen-am-3-11-2016

Eintritt frei. Im Anschluss  sind alle zu Häppchen, Getränken, Gesprächen, eingeladen.

Zum Download die komplette Einladung. Die Anthologie “Frankfurter Einladung” ist zur Buchmesse 2016 im Größenwahn-Verlag Frankfurt erschienen. Herausgeberin und Initiatorin des Projektes ist Susanna Konrad.

 

Denknomaden auf Radio X: Die Sendung vom 27.10.2016

Am 27. Oktober 2016  waren die Denknomaden mit der zehnten Sendung auf RADIO X zu hören. Und hier ist der Mitschnitt (ohne Musik aus rechtlichen Gründen) zu hören.

Wir literarisieren uns in der Sendung mit den neuen Büchern von Walter Gerlach und Jan Kuhlbrodt und öffnen unser Redaktions-Schatzkästlein mit den Plänen. Und die 1000. Gallus-Fenster-Sendung, live aus dem Gallus-Theater, feiern wir mit unserem Gesprächspartner Winni Becker.
Am Mikrofon: Ilja Kamphues und Norbert Saßmannshausen.


 

Bob Dylan, der Poet

Vor 10 Jahren durfte ich mit Michael Rieth eine Geburtstagsfeier für Bob Dylan organisieren. Ich erinnere mich nicht mehr, wie wir zusammengekommen sind und die “anderen” Beteiligten und Angesprochenen (Herbert Stubenrauch, Viola Engelbrecht, Marie-Luise Thiele, Henner Drescher, Christopher Sommerkorn  … etc.) aufgesucht oder “ausgesucht” haben.

Michael Rieth schlug irgendwann den Titel vor, ein Dylan-Zitat: “I´m a poet, and I know it. Hope I don´t blow it”

dylanimmaiMichael Rieth: arbeitete als Tutor, Dramaturg und Darsteller, veröffentlichte Prosa, Lyrik und Feuilletions, schrieb und drehte Features für Funk und Fernsehen; lebt(e) als freier Autor in Frankfurt am Main.

 

Pflasterstrand & Albert Sellner

Pflasterstrand-Redakteur Emil Nichtsnutz alias Albert Sellner (zuletzt: “Rebellen Gottes. Geschichten der Heiligen für alle Tage”), Antiquar und “scharfzüngiger” Kommentator der Weltereignisse ist am 20.9. ab 13:08 in der DENKNOMADEN-Sendung der Studiogast. Live-Stream auf www.radiox.de
Und außerdem:

Dany ist immer quer durch Bockenheim gefahren.

Das Kulturzentrum, “das Häuschen”, befand sich in der Kurfürstenstraße 16, es galt die Nullnummer vorzubereiten, im Sommer 1976. Die Nullnummer des späteren Metropolenmagazins Pflasterstrand. Die Nullnummer schien im Oktober. Im Dezember erschien die Nummer 1. Die Redaktion zog in die Hamburger Allee 45.

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Pflasterstrand Null-Nummer Oktober 1976

Anläßlich der Geburt des Pflasterstrands vor 40 Jahren haben wir die ersten 13 Titelbilder auf Leinwand drucken lassen und bieten diese zur Verbesserung und Verschönerung der Lebenskultur zum Verkauf an. Die Drucke haben das Format 20 x 30 cm und wurden auf einen 2 cm hohen Holzrahmen gespannt. Das Format entspricht fast der Original-Heftgröße, lediglich die Null-Nummer und die Nummer 1 musste etwas verkleinert werden. Jeder Druck  kostet 12 Euro. Die Auflage ist zu diesem Preis sehr begrenzt. Wir bitten um Bestellungen per Mail (info@denknomaden.de). Weiterlesen →

8. September 2016 ab 20 Uhr im Club Voltaire

ALS FRANKFURT EINMAL DIE HAUPTSTADT DER REVOLTE WAR

sb_info_büroklammer-nr1Ilja Kamphues  und Norbert Saßmannshausen erinnern in Bildern und Texten an die Jahre 1965-1980. Vorgetragen wird eine Hommage an die Zeit, in der der Strand noch unter dem Pflaster lag, die Gründung von Wohngemeinschaften einer Rebellion gleichkam und die Gründung einer Genoss(inn)en-Kneipe eine reale Utopie versprach. Gezeigt werden die Orte, vom Hörsaal VI über das IfS bis ins Volksbildungsheim, an denen Debatten über die umfassende, überfällige und notwendige Umgestaltung der Gesellschaft geführt wurden. Später in der Nacht, im Kolbkeller, im Nutten-Ludwig, im Club Voltaire oder beim Pizza-Peter schienen alle Probleme lösbar. 

Norbert Saßmannshausen arbeitet als Stadtteilhistoriker am Projekt Orte der Revolte. Ilja Kamphues ist Schauspieler (u.a. Stalburg-Theater).

Ort: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5 in Frankfurt am Main

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